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Aquamanile in Leopardengestalt
Inventar-Nummer 52-7-1 b

Urheberschaft

Nicht dokumentiert | Bini

Geografische Herkunft

Afrika/Nigeria/Historisches Reich Benin

Datierung

17. – 19. Jh.

Material

Kupferlegierung mit Eiseneinlage

Maße

Höhe 43 cm | Länge 60 cm

Provenienz

Eduard Schmidt | Kaiser Wilhelm II. | Gerhard Merx Leibarzt von Kaiser Wilhelm II. | Ludwig Bretschneider
Kauf 1952
Der Leopard am Museum Fünf Kontinente ging nach 1897 durch einige Hände. Eine Bemerkung Felix von Luschans und ein Zeitungsartikel vom Mai 1898 lassen folgenden Aneignungskontext vermuten: Der deutsche Konsul in Nigeria und Vertreter des Woermann-Konzerns, Eduard Schmidt, erwarb diese und andere Bronze-Figuren laut eigener Angabe nach dem britischen Überfall vor Ort von einem westafrikanischen Akteur. Schmidt verkaufte 55 Benin-Bronzen an das Königliche Ethnographische Museum zu Berlin und schenkte Kaiser Wilhelm II. zwei Leoparden. Über dessen Leibarzt Gerhard Merx gelangten die Kunstwerke in den Berliner Kunsthandel. 1952 erwarb das Museum Fünf Kontinente die Stücke von dem Münchner Kunsthändler Ludwig Bretschneider. 1956 wurde ein Leopard wieder an Bretschneider abgegeben. (R. Hölzl, 2024)
Siehe auch K. Guggeis, Star oder Loser? Zum Making-of von Objektkarrieren in einem ethnologischen Museum, München 2022, 58-90