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Jäger im Kajak, Modell | Baidarka, Qayaq
Inventar-Nummer 69

Urheber:in

Unbekannt | Unangan

Geografische Herkunft

Nord- und Zentralamerika/USA/Alaska/Aleuten

Datierung

vor 1800

Material

Leder, Holz, Darm, Baumwollgewebe, Seelöwen-Schnurrhaare

Maße

Gewicht 300 g | Objektmaß 16 x 70 x 8 cm

Notiz

Ein Jäger der Unangan sitzt in seinem Kajak, den Arm erhoben, unmittelbar vor dem Wurf; und auch wenn die Harpune in seiner Hand nicht mehr vorhanden ist, zeigt das Modell die Spannung und Akribie, mit der er sein Fahrzeug und seine Waffe beherrscht. In der linken Hand hielt er das Gleichgewicht mit einem Paddel.
Der Kajak, auf den Aleuten baidarka genannt, ist aus Robbenhaut genäht; quer gespannte Deckriemen aus Leder halten die Waffen, wenn sie nicht gebraucht werden. Der Eskimojäger trägt einen Mantel aus Seesäugerdarm (kamleika), der ihn vor dem Regen und dem Spritzwasser schützt. Ein oben offener Hut aus Holz, bemalt und mit den Schnurrhaaren von Seelöwen verziert, ist ein Schutz vor der Sonne und gibt gleichzeitig Auskunft über den gesellschaftlichen Stand des Jägers.
Das Modell ist über 200 Jahre alt; für die frühen Seefahrer war der Kajak ein beeindruckendes Fahrzeug – im Gegensatz zu ihren schwerfälligen Schiffen ist er leicht, schnell und wendig. Er gleitet leise über das Wasser und erlaubt das Anpirschen an die Tiere. (V. Grahammer, 2021)

Provenienz

Georg Heinrich Freiherr von Langsdorff Georg Heinrich Freiherr von Langsdorff wurde 1774 in Rheinhessen geboren. 1803 - 1806 begleitete er Ivan Federowitsch von Krusenstern bei der ersten russischen Weltumseglung. Dabei sammelte Langsdorff auch jene Objekte, die er im Jahr 1823 dem König Maximilian I. Joseph von Bayern schenkte.
Königliches Hausgut 1821
Georg Heinrich von Langsdorff begleitete die Weltumseglung von Ivan Federowitsch von Krusenstern als Naturwissenschaftler. Zwischen 1805 und 1806 hielt er sich in Alaska auf.