Sie sind hier:  Startseite < Sammlung Online < Buchillustration (Safarnāme): Die Nachhut von Timurs Heer trifft bei Damaskus auf ein Heer der Mamluken

Buchillustration (Safarnāme): Die Nachhut von Timurs Heer trifft bei Damaskus auf ein Heer der Mamluken
Inventar-Nummer 77-11-299

Urheber:in

Murshid al-Katib al-Shirazi

Geografische Herkunft

Asien/Iran/Fars/Schiras

Datierung

Safawiden (1501 – 1736), H. 953/1546

Material

Gouache auf Papier

Maße

Objektmaß 31 x 19 cm | Bildmaß 19,3 x 14,9 cm

Notiz

Als Timurs Heer 1401 Damaskus eingenommen hatte, zogen sich seine Soldaten zu ihrem Lagerplatz in eine Oase nahe der Stadt zurück. Mamlukische Soldaten und syrische Bürger missdeuteten diesen Rückzug als Flucht und nahmen die Verfolgung auf, begleitet von der Stadtbevölkerung, die sich mit Dolchen, aber auch mit Stöcken und Steinen bewaffnete. Das berittene und militärisch ausgerüstete Heer der Mongolen richtete daraufhin ein schreckliches Blutbad unter den verfolgenden Syrern an.
Das Treffen zwischen den beiden Konfliktparteien ist auf sandfarbenen Grund dargestellt. Links oben im Bild sind Soldaten sowie ein Trompeter abgebildet, der das Zeichen zur Schlacht gibt, darüber wehen zwei Fahnen mit goldenen Feldzeichen. Gegenüber befindet sich eine weitere Gruppe, die aus Soldaten sowie Männern mit Turbanen und verschiedenen Geräten als Waffen zusammengesetzt ist. Das Schlachtgeschehen im Vordergrund ist ungefähr kreisförmig angeordnet und zeigt den Sieg der Truppen Timurs. (A. Mittertrainer, 20.12.2021)

Provenienz

Emil Preetorius Emil Preetorius hat in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine für die damalige Zeit sehr bedeutende Sammlung asiatischer Kunst zusammengetragen. Diese Sammlung wurde im Jahre 1963 vom Freistaat Bayern angekauft und wird seither im Museum Fünf Kontinente verwahrt.
Emil Preetorius hat auch nach Übereignung seiner Sammlung an den Freistaat Bayern vom Sammeln nicht lassen können. Weitere Gegenstände zur Kunst Asiens aus dem Nachlass von Emil und Lilly Preetorius bilden den Kunstbesitz der Preetorius Stiftung. Sie sind als Dauerleihgabe der Preetorius Stiftung in unserem Haus.

Kauf 1977